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Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, eigenhändig Getränke-
und Speisenbestellungen am Sitzplatz über ein flaches Display auszuführen?
In der im Herbst 2011 eröffneten EAT Life Kitchen in der Maxvorstadt
ist das die Realität.
Im noblen Geschäfts- und Wohnquartier liegt die schicke, sehr zeitgemäße
und in schöner Naturoptik gestaltete Location. Beim Eintreten erhält
der Gast ein kleines Kartonkärtchen mit einem QR-Code. Damit begibt
man sich an die zahlreichen Tische, Hochtische oder den Barbereich. Hier
sind überall iPad2 in die Möblierung eingelassen. Durch Tippen
auf den Bildschirm und Abfotografieren des QR-Codes aktiviert sich das
Bestellsystem, menügesteuert bewegt man sich durch Hauptspeisen,
Salate, Suppen, Desserts und Getränke. Die Devise heißt asiatische
Crossover Küche. Hat man sich für eine Position entschieden,
muss diese nochmals durch Zeigen des QR-Codes in die iPad-Kamera bestätigt
werden. Nach ein paar Fingerübungen versteht man den Bestellprozess
recht fix. Außer es treten wie bei unserem Testbesuch Systemfehler
auf. Dann muss man alles nochmals von vorne wiederholen, bis die Bestellung
auch als solche im System hinterlegt ist. Dann geht die "Maschinerie"
los. Die Getränke wurden uns fix gebracht, das Essen folgte auch
kurz drauf. Die Bezahlung erfolgt am Ausgang unter Vorlage des QR-Code
Kärtchen.
Etwas ungewöhnlich, aber lecker: die Truthahnbrust mit Lauch, Karotten
und Nudeln in Liomen-Sojasauce. Die überschaubare Auswahl an ca.
10 Hauptspeisen soll die frische Zubereitung garantieren. Dazu kommen
Salate, Suppen und Desserts. Die Preise sind günstig (zwischen 5,90
und 9,90 Euro pro Hauptgericht), die Portionen ordentlich. Die jungen
Servicemädels sollten in Sachen "Kundenumgang" noch etwas
zulegen. Fazit: attraktiver Style, innovatives Bestellensystem, günstige
Preise - empfehlenswert. (Stand: 6.1.2012)
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